Baugeschichtliches zum Thema Wohnen und Feng Shui

An dieser Stelle macht es Sinn die Entwicklung der Baugeschichte im Sinne des Feng zu betrachten

An dieser Stelle macht es wohl für uns Sinn, die Entwicklung und Abhängigkeit der Wohnbedürfnisse und deren Ausdruck in baulicher Form geschichtlichem Kontext zu betrachten.

Wien Wir wollen sicher nicht unsere Betrachtungen in Höhlen der Seinzeitmenschen beginnen. Schon der Wandel der Lebens- und Wohnbedingungen der letzten 150 Jahre ist so gewaltig, dass bei tieferer Analyse der Rahmen dieses Abrisses einer Betrachtung über das Wohnen gesprengt wäre.

150 Jahre zurück blickend, da sehen wir die Ur-Urgroßeltern unserer heutigen sich in der Lebensmitte befindenden Erwachsenen Generation.

Manch einer kannte seien Urgroßeltern noch, was verdeutlicht, dass ein Zeitraum von 150 Jahren gewiss keine lange Zeit im Verhältnis zur Menschheits- und Wohngeschichte ist. 

Modernes Haus Wie lebten unsere Ur-Urgroßeltern und wie spannt sich der Bogen über die Urgroß- und die Großeltern zu unserer Elternfamilie bis zu uns und unseren Bedürfnissen allein in Bezug auf das Wohnen? Damals lebte der Mensch in der Regel in der Großfamilie mit vielen Kindern. Unverheiratete waren in der absoluten Minderheit und wohnten meist mit in der Großfamilie. Singles, die einen eigenen Haustand führten, waren eher die Ausnahme. Eine Kinderzahl um die 10 Kinder war durchaus nicht ungewöhnlich. Die Kindersterblichkeit war groß. Die Zahl der zu einem Haushalt gehörenden Familienmitglieder konnte durchaus bis zu 16, vielleicht sogar 20 Personen betragen. Ein so großer Haushalt wurde in bäuerlichen Kreisen noch erhöht durch die oft wie Familienmitglieder betrachte Anzahl der Mägde und Knechte. Wenn wir unsere heutigen Vorstellungen von Individualität und Selbstverwirklichung zu Grunde legen, hätten die damaligen durchschnittlichen Wohnhäuser mindestens 15 Schlafzimmer und wenigstens 7 Bäder haben müssen. Wobei die gemeinsam genutzten Räume wie Wohn-, Hobby-, Musik- und Arbeitsräume und das Ankleidezimmer für die Ritterüstung noch gar nicht berücksichtigt sind. Das würde sogar die modernen Techniken aus dem Trockenbau überfordern.

Diese Art des großzügigen Wohnens war nur einer elitären Minderheit, Zugehörigen der Adelskreise, reichen Kaufleuten und besonders erfolgreichen Handwerksmeistern möglich.

Die breite Masse unserer Vorgenerationen lebe unter denkbar schlechteren Bedingungen. Mehrere Kinder in einem Bett und mehrere Betten standen in einem Raum. Unabhängig davon, ob sich der Lebensmittelpunkt der Familie auf dem Land oder in der Stadt befand.

Die natürliche Folge aus solchen Wohnbedingungen war eine andere Art der Sozialisation, andere Wege der Kommunikation und als Ergebnis daraus, eine ganz andere gesellschaftliche Struktur, als wir sie heute vorfinden.