Informationen über Wasserbetten

Herstellerunabhänge Informationen über Wasserbetten, deren Pflege, die Vorteile und Nachteile des Gebrauchs

Wir sind seit einiger Zeit auf der Suche nach Informationen zu Wasserbetten und haben bei dieser Suche festgestellt, daß es sehr schwierig ist unvoreingenommene Meinungen und Urteile über Wasserbetten zu bekommen. Die meisten Informationen zu Wasserbetten bekommt man in der Regel bei den Herstellern, den Händlern, oder bei Käufern, welche ein Wasserbett bereits seit einiger Zeit im Einsatz haben. Daher möchten wir diese Informationen für Sie sammeln, sortieren und ganz wertfrei hier veröffentlichen. Wir hoffen, daß Ihnen diese Idee gefällt und auch nützt und freuen uns über Ihr Feedback zu diesem Webauftritt mit Informationen über Wasserbetten.

Was aber ist denn nun ein Wasserbett? Im Grunde ist ein Wasserbett nicht kompliziert. Es ist eine Matratze, welche mit Wasser gefüllt ist. Da aber Wasser im Gegensatz zu den sonstigen Füllungen der Matratzen nicht (oder eben nur sehr schlecht) komprimierbar ist, wird das Wasser an den Stellen verdrängt, an denen Ihr Körper liegt. Dadurch ergibt sich ein sehr angenehmes Liegegefühl, weil sie am Körper keinen Druck spüren. Das Wasser im Wasserbett müssen Sie natürlich heizen, da es sonst zu kalt zum Schlafen wäre. Hier zeigt sich gleich der erste Vorteil aber auch der erste Nachteil auf. Der Vorteil ist, daß Sie Ihre individuelle Temperatur einstellen können und diese Sommer wie Winter geregelt wird. Der Nachteil liegt auf der Hand. Sie benötigen Sommer wie Winter eine Heizung und damit Strom. Mit der Stromlosschaltung im Schlafzimmer ist es also vorbei und sensible Menschen werden nun sofort das Wort Elektrosmog im Hinterkopf haben.

Wissen über Wasserbetten

Die Idee eines Wasserbetts ist nicht neu. Bereits vor über 300 Jahren war es bei den Persern durchaus üblich Ziegenhäute mit Wasser zu füllen und diese als Unterlage zum Schlafen zu benutzen. Wenn die Perser damals nicht gut auf diesem Prototyp der "Wasserbetten" geschlafen hätten, hätte sich diese Art Bett vermutlich nicht derart weiterentwickelt, wie es eben im Verlauf der Jahre der Fall war. Zugegeben, das Wasserbett heute hat nicht mehr viel mit einer wasserbefüllten Ziegenhaut gemein, außer eben die Wasserfüllung und auch hier wird bereits ein Mittel zugegeben, um das Wasser vor Algenbildung und Verschlammung zu schützen.

Das Wasserbett entwickelt sich ständig weiter und die Hersteller haben aus der Erfahrung der vielen Jahre gelernt. Ausgeklügelte Dämpfungsmethoden mit verschiedensten Fliesarten werden eingesetzt, die Heizung der Wasserbetten (Ja, ein Wasserbett wird heute im Gegensatz zu den Persern beheizt) wird ständig verbessert und die Matraze ist heute so gut wie unzerstörbar, wenn man Sie nur zu ihrem Verwendungszweck benutzt.

Der Grundgedanke der Wasserbetten ist der, den Druck auf den Körper möglichst weit zu reduzieren. Wurden von ein paar Jahrzehnten noch harte Betten vom Orthopäden empfohlen, so geht der Trend hin zu immer weicheren Matrazen, um den Druck auf den Körper möglichst gleichmäßig und möglichst gering zu bekommen. Und diese Druckminderung schafft keine Matraze so gut, wie die Wasserbefüllte.
Das Wasserbett hat sich weg von der Ziegenhaut und hin zu einem hoch komplexen Materialmix mit unterschiedlichsten Funktionen entwickelt und hat heutzutage bereits eine sehr hohe Verbreitung.

Hardside Wasserbett

Das klassische Wasserbett war und ist immer noch das Hardside Wasserbett. Bei dieser Variante der Wasserbetten wird die Wassermatratze in eine starre Holzumrandung gelegt, welche die Wassermatratze seitlich stabilisiert. Durch diesen seitlichen Halt kann die Wassermatratze nicht verrutschen, oder sich verformen. Die gesamte Konstruktion ruht dabei auf auf einer Bodenplatte, die von verschiedenen Stützen stabil getragen wird. Die Stützen verteilen das Gewicht gleichmäßig auf den Boden des Schlafzimmers. Grundsätzlich bekommt man die Information bei allen Händlern, daß eine Wassermatratze fast unzerstörbar ist, wenn Sie diese zweckgemäß verwenden.

Dennoch befindet sich zwischen der Holzumrandung und der Wassermatraze und ebenso zwischen der Bodenplatte und der Wassermatraze eine Folie, welche im Notfall das Wasser auffängt. Die Folie wirkt dabei wie eine Wanne. Kein Vorteil ohne Nachteil, so ist es auch mit dem Hardside Wasserbett. Dadurch das die Wassermatratze sehr stark nachgibt und die starre Umrandung gar nicht nachgibt, ist es eher schwierig und unangenehm auf dem Bettrand zu sitzen. Die Holzumrandung drückt beim Sitzen in die Oberschenkel  bzw in die Kniekehlen, was ein längeres Sitzen am Bettrand fast unmöglich macht. Auch das Einsteigen bzw. das Aussteigen ist etwas erschwert gegenüber der Softside Wasserbett Variante. Der starre Rand gibt halt einfach nicht nach und da müssen Sie bei jedem Einstieg und bei jeden Ausstieg drüber. Probieren Sie es einfach aus. Testen Sie das HArdside Bett im nächsten Fachgeschäft. Sie werden sehr schnell merken, ob es Ihnen angenehm ist, oder nicht.

Softside Wasserbett

Das Softside Wasserbett ist, wie der Name schon sagt, die weiche Variante unter den Wasserbetten. Da der Komfort bei den Softside Wassermatratzen ungleich höher ist, als bei den Klassikern, den Hardside Wasserbetten, werden heute zu einem großteil Softside Matratzen verkauft.

Bei diesem Typ besteht die seitliche Umrandung der Wassermatratze nicht aus einem starren Holzrahmen, sondern aus einem weichen Schaumstoffrahmen, mit einer speziellen Sitzkante. Diese Konstruktion kann freistehend verwendet werden, oder aber auch in einen herkömmlichen Bettrahmen eingebaut werden. Die Breite des Schaumstoffrahmens wird dabei je nach Gewicht der Person dünner oder dicker angefertigt.

Wird das Softside Wasserbett in einen Bettrahmen eingebaut, dann sollte darauf geachtet werden, daß die Wassermatratze nicht zu tief im Rahmen des Betts montiert wird, sonst verlieren Sie den Vorteil des Softside Betts, weil der starre Rahmen des Betts darübersteht und Sie haben die harte Kante wie bei einem Hardside Typ.
Wird die Softside Konstruktion freistehend verwendet, dann wird zumeist der Schaumstoffrahmen überzogen und farblich verpolstert, um den optischen Eindruck des Betts zu verbessern und an den Rest des Betts anzupassen.

Selbst-Installation und Aufbau von Wasserbetten

Da immer öfter die Frage an uns herangetragen wird, ob man sich ein Wasserbett auch selbst aufstellen und installieren kann, sind wie dieser Frage und den Hintergründen nachgegangen. Wir gehen hier nicht auf die Konstruktion eines Bettgestells ein. Hier sollte jeder selbst wissen, ob er das nötige handwerkliche Geschick mitbringt, selbst ein Bett zusammenzustellen. Wenn das Wasserbett (oder besser gesagt, die Wassermatraze bereits auf das Körpergewicht jener Person ausgelegt ist, die das Wasserbett später benutzen wird, reduziert sich die Installation auf folgende Tätigkeiten. Die Wasserbett-Matratze muß ausgepackt, ausgerollt und auf die Unterlage/das Untergestell aufgelegt werden. Bereits jetzt ist darauf zu achten, daß keine großen Falten entstehen und die Wassermatratze aordentlich eingerichtet wird. Wenn die Wassermatratze bereits befüllt ist, wird es sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich diese zu bewegen oder zu verschieben.

Der Schritt ist der des Befüllens mit Wasser. Bedenken Sie, daß sie einen Wasserschlauch vom nächstgelegenen Wasseranschluß bis zu Ihrem Bett benötigen, der fest am Wasseranschluß sitzt und auch dicht ist. Schließlich soll das Wasser in Ihrer Matratze landen und nciht in der Wohnung. Das Füllen des Wasserbetts dauert je nach Wasserdruck Ihres Anschlusses ca. 2 Stunden. Jedoch, und das ist der heikelste Punkt, die Füllmenge der Wassermatratze bestimmt den Komfort und die Funktion Ihres Wasserbetts. Füllen Sie zu wenig Wasser ein, müssen Sie später mit Verspannungen im Lendenbereich rechnen (durchhängen), füllen Sie jedoch zu viel Wasser in Ihre Wassermatratze, so kann es zu Verspannungen im Nacken kommen. (Sie liegen auf einem Berg). Für diese Abstimmung geben Sie oder entnehmen Sie bitte immer nur geringe Mengen (ca. 1Liter) Selbst geringe Mengen zeigen hier schon Wirkung. Sollte Sie sich über solch eine Feinabstimmung nicht selbst drübertrauen, wenden Sie sich an einen Fachmann. Was bringt es, wenn Sie um teures Geld ein Wasserbett erwerben, aber danach schlecht liegen, weil Sie einige euros bei der Montage gespart haben.

Beruhigung der Wasserbettmatratze

Viele denken im ersten Moment, wenn sie Beruhigung hören, daß sie gemeint sind, die sich auf einem Wasserbett beruhigen sollen. Dabei ist jedoch die Beruhigung beim Wasserbett ein sehr gängiger einschlägiger Begriff dafür, die Dämpfung des Wasserflusses innerhalb der Wassermatratze einzustellen. Die ersten Wasserbettmatratzen am Markt waren (nein nicht Ziegenfelle) mit Wasser gefüllte Vinyl Folien. Diese Wassermatratzen werden "Free Flow" genannt, da keinerlei Dämpfung realisiert war. Zur Dämpfung werden heute verschiedene Methoden angewandt. Die gebräuchlichste Variante ist dabei jene, bei der das Wasser mit Flies beruhigt wird.

Hier ist es wichtig, wie das Flies im Inneren befestigt ist, damit es sich nicht verschiebt und verklumpt. Es kommen aber auch teilweise Schaumzylinder zum Einsatz, mit der die Wasserbetten leicht, schwer oder total beruhigt werden können.Schaumzylinder werden dabei für eine sehr starke Beruhigung eingesetzt und erleichtert auch das Einsteigen ins bzw. das Aussteigen vom Wasserbett. Neigt man im ersten Moment dazu sich das Bett stark bzw. sehr stark beruhigen zu lassen, wird aber von den Experten empfohlen eher eine leichte Beruhigung zu wählen und es einfach auszuprobieren, wie man damit schläft, da sonst ein Vorteil des Wasserbetts verloren geht. Die Beruhigung kann von Fachmann verändert werden und der Fachmann Ihres Vertrauens wird Ihnen sicher lange genug Zeit geben, die für Sie passende Beruhigung zu erproben und zu testen.

Wasserbett - Heizung

Ein Bett zu heizen scheint vielen etwas ungewöhnlich. Man kennt zwar die Heizdecken, welche früher verwendet wurden, da die Schlafräume nicht beheizt waren, die haben aber mit einer modernen Heizung für ein Wasserbett nicht mehr viel gemein. Eine Heizung eines qualitativ hochwertigen Wasserbetts sollte gängigen Sicherheitsnormen entsprechen. Prüfen Sie diese vor dem Kauf oder fragen Sie den Fachhändler Ihres Vertrauens danach. Wer Angst vor Elektrosmog hat, kann beruhigt werden. Moderne Heizanlagen sind so konstruiert, daß elektronische Strahlung verhindert wird. Es ist bei den meisten Systemen auch möglich die Heizung am Tag laufen zu lassen und in der Nacht abgeschaltet zu lassen.

Durch die Heizung entstehen zwar Kosten, Sie haben dafür aber im Winter ein kuschelig warmes und im Sommer ein angenehm kühles Bett. Die Kosten werden von den jeweiligen Herstellern derzeit mit ca. 4 Euro pro Monat angegeben. Bei geteilten Matratzen im Doppelbett ist es möglich die Temperatur der jeweiligen Betthälte auf die Bedürfnisse des Benutzer anzupassen. Bei Wassermatratzen im "Ganzen", können Sie sich helfen, indem Sie die Heizung in die Richtung des Partners verschieben, der es gerne etwas wärmer mag. Achten Sie beim Kauf darauf, ob die Heizung eine Zeitschaltuhr und einen Temperatursensor besitzt und welchen Geräuschpegel das Heizsystem hat. Lassen Sie sich das Wasserbett bei eingeschalteter Heizung in einem ruhigen Raum zeigen. rpofessionelle Fachgeschäfte werden Ihnen das Wasserbett samt Heizung sowieso vor dem Kauf zum Testen für Ihr Zuhause zur Verfügung stellen. Die Temperatur schwankt durch die gute Isolierung der Wasserbetten nicht sehr stark. Der Schaumstoffrand udn die Unterlage bilden eine gute Isolierung (Wärmedämmung).

Da sich Ihr Körper gegen Ende der Schalfzeit hin in der Früh abkühlt, hilft die Heizung auch sehr gut, die Wärme stabil zu halten und ein Auskühlen des Körpers zu vermeiden.