Wohlfühloase Garten

Feng Shui Garten selbst gestalten

Haben Sie schon einmal etwas von Kraftplätzen gehört, die Mithilfe eines Rasters angelegt werden oder wie Sie Yin und Yang in Ihrem Garten in Einklang bringen? Dies mag für Einige nach Schabernack klingen, für Andere ist es eine kraftvolle Art, sein Zuhause zu gestalten und mit Hilfe von Feng Shui in Einklang mit den 5 Elementen zu bringen. Aber was muss man beim Anlegen eines Feng Shui Wohlfühlgartens beachten? Ist die Anlage eines eigenen Gartens so komplex, dass ein Fachmann benötigt wird, oder kann jeder die Regeln des Feng Shui befolgen und seinen Wohlfühlgarten gestalten. Hilfreiche Tipps, Elemente und Figuren, die euren Garten in Einklang bringen, geben wir euch im Folgenden.

Was bedeutet Feng Shui?

Feng Shui bedeutet wörtlich übersetzt “Wind & Wasser”. Es ist eine Jahrtausende alte fernöstliche Lehre des harmonischen Miteinanders von Mensch und Natur. Durch eine bewusste Anordnung bzw. Gestaltung werden Körper, Seele und Geist sowohl zur Ruhe gebracht, als auch gestärkt. Wer sich an die alten chinesischen Prinzipien hält, kann die Energie richtig lenken und im Garten einen Ausgleich zwischen erholsamen, ruhigen Phasen aber auch aktiven Phasen schaffen. Ist alles im kompletten Einklang? Dann ist ein fließendes Chi erreicht.

Was haben Yin und Yang mit der Gestaltung eines Feng Shui Gartens zu tun?

Yin und Yang sind zwei unterschiedliche Pole, die unabdingbar zueinander gehören. Nur beide zusammen schaffen den perfekten Ausgleich. Yin steht hier für Regeneration (passiver Part) und Yang für das Handeln (aktiver Part).

  • Yin = Wasser, Erde → dies verkörpert sanfte Farben und Stille
  • Yang = Feuer, Holz → dies verkörpert kräftige Farben und Bewegung

So kann man mittels Yin und Yang einen sanften Ausgleich von Pflanzen, Farben und Stimmungen schaffen, zum Beispiel durch Baumanpflanzung oder Setzung eines Springbrunnens.

Die 5 Elemente bilden einen Feng Shui Garten

Ganz wichtig hierbei ist, die 5 Elemente in Einklang zu bringen, welche da wären: Feuer, Wasser, Holz, Metall und Erde. Diese schaffen den vollkommenen Ausgleich in eurem Feng Shui Garten. Versucht, einen Kreislauf aus diesen 5 Elementen zu bauen und stellt sicher, dass kein Element überwiegt.

Ein Beispiel: Wasser löscht Feuer, aber Erde nimmt Wasser auf.

Das “Bagua Raster” als Hilfe zum Anlegen eines Feng Shui Gartens

Bagua” bedeutet “Acht Trigramme” und ist eine Grundlage des Feng Shui. Dafür werden 8 Zonen (8 Grundelemente des menschlichen Lebens) angelegt. Wichtig hierbei ist:

  • zuerst einen Grundriss des Gartens anlegen
  • in 9 Rechtecke unterteilen → in 9 gleiche Zonen
  • Die 8 Zonen werden um das Zentrum herum angelegt. Dieses verkörpert den Mittelpunkt des Lebens und das Chi.
  • Die 8 weiteren Zonen sind: Karriere, Ruhm/Anerkennung, Familie/Gesellschaft, Partnerschaft, Kreativität, Wissen, Wohlstand, Freunde
  • Den Eingang des Gartens sollte idealerweise die Felder Karriere, Freunde oder Wissen belegen.
  • Jede Zone wird individuell gestaltet und kann auch mit passenden Farben versehen werden.

Um ein fließendes Chi zu bekommen, sind folgende Elemente von zentraler Bedeutung:

  • Das Anlegen von geschwungenen Wegen
  • Bäume, die nicht zu dicht ans Haus gepflanzt werden
  • kleine, niedrige Hecken

Wichtig ist, dass am Ende ein ordentlicher, gepflegter Garten entsteht, der offen und von allen Seiten zugänglich ist.

Zugegeben: Ein Feng Shui Garten ist eher etwas für Fortgeschrittene. Wer die Ideen aber im Kleinen adaptieren möchte, der kann sich auch einzelne Elemente heraus picken oder in seinem Garten kleine Wohlfühlzonen schaffen. Das kann bereits einen ähnlichen Effekt erzeugen. ( Passende Tipps für Wohlfühloasen im Garten gibt es beispielsweise auf www.stadtlandflair.de)

Welche Pflanzen gehören in einen Feng Shui Garten?

Gut ausgewählte Pflanzen komplettieren euren Feng Shui Garten. Um das bereits oben erwähnte Chi zum Fließen zu bringen, solltet ihr auf folgende Farb-Pflanzen-Kombinationen achten, wenn ihr euer “Bagua Raster” anlegt:

  • Braun → Königsfarn, Zittergras, Atlas-Schwingel
  • Dunkelblau → Hortensie, Schwertlilie, Clematis
  • Gelb → Steinkraut, Buchsbaum, Haselnuss
  • Hellblau → Rosmarin, Kornblume, Vergissmeinnicht
  • Orange → Ringelblume, Geranie, Petunie
  • Rosé → Stockrose, Kletterrose, Berg-Kirsche
  • Rot → Rhododendron, Anemone,Rosen
  • Violett → Lavendel, Veilchen, Knäuelglockenblume
  • Weiß → Schleierkraut, Magnolie, Jasmin