Islamischer Garten im Feng Shui

Was ist das Besondere am Islamischen Garten aus der Feng Shui Sicht.

Der Islamische Garten hat sich in den arabischen Ländern und im vorderen Orient als ganz besondere Form des Gartenbaus entwickelt. Im Islam wird dem Garten eine ganz besondere Bedeutung beigemessen. Es heißt, dass der Mensch nach seinem Tod in einem Garten leben wird, in dem alle irdischen Genüsse und alle himmlischen Freuden zusammengeführt sind und den dort Lebenden von Gott geschenkt sind.

Dem gemäß hat sich in die Gartenkultur im arabisch-islamischen Raum all das eingebracht, was in der dortigen Kultur aufgrund des Klimas und der Landschaftsgestaltung als äu&szligerst kostbar auch heute noch darstellt: das Wasser. 

Ein Islamischer Garten ist kein Garten, wie er in der west- und mitteleuropäischen Kultur als Garten angesehen wird. Da das Wasser und nicht die Pflanzen die entscheidende Komponente im Garten ist, wird dem auch entsprechend Rechnung getragen. Ein Islamischer Garten ist durchzogen von Wasserläufen, zeigt an überraschenden Plätzen Wasserbecken, Springbrunnen und überquellende Fontänen.

Aus poetischen Beschreibungen in arabischer und persischer Sprache wie auch aus Berichten von christlichen Besuchern an den Höfen der islamischen Herrscher weiß die heutige Welt, dass vom frühen Mittelalter bis die gro&szligen Herrscherhäuser ihre Macht verloren, die Wassergärten mit kostbaren Essenzen parfümiert waren und das Wasser auch in unterschiedlichen Farben eingefärbt wurde.

Der ganze Garten sollte ein Abbild aller himmlischen Freuden sein und es wurden wunderschöne Marmorpavillons gebaut, in denen die Herrscherfamilien es sich gut gehen lie&szligen.

In den heißen und sonnigen Ländern des islamischen Raums war ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Gartengestaltung einerseits schatten spendende Palmen und Baldachins, andererseits in den Nächten für romantische Abendgesellschaften bei Musik und Essgelagen das Feuerspiel der Sterne in den Wasserbecken und -läufen. Die Gartenbaukünstler dieser Zeit und Kultur trugen dem allem Rechnung.

Die Gärten wurden so angelegt, dass sich die gewünschten Effekte genau berechenbar ergaben. Geometrie und Astronomie wurde eingesetzt, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Die Pflanzen waren dazu da, Schatten zu spenden und Duft zu verströmen. Sie waren kein so wichtiges Element, dass ihnen besondere Bedeutung zu kam.

Bei der Architektur des arabisch bzw. islamischen Gartens ist besonders zu beachten, dass immer 4 Quadranten vorhanden sein müssen. Sämtliche Gestaltungselemente werden in dieser Gartenkultur auf den Koran bezogen und es ist nicht ein einziges Detail dem Zufall überlassen. Die islamische Kultur und Religion kann auch im Bereich des Gartenbaus nicht von einander getrennt werden.

In Europa kann die arabisch islamische Gartenkultur in Spanien in der Alhambra von Granada bewundert werden.