Homestaging vom Geruch bis zum Feng Shui

Homestaging vom passenden Boden über die Möbel bis zur Berücksichtigung der Feng Shui Regeln

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Feng Shui Homestaging

Nachdem wir im ersten Teil die Grundbegriffe des Homestaging betrachtet haben, wenden wir uns nun den Details zu: Wie beispielsweise dem Fußboden beim Homestaging

Was für die Möblierung gilt, hat auch für den Fußbodenbelag Geltung. Ein drastisches Negativbeispiel wäre hier der nackte Beton. Man könnte jetzt argumentieren, dass der Käufer somit Raum hat eigene Wünsche zu realisieren, doch aus Sicht der Verkaufsförderung ist ein solcher Umstand mehr als hinderlich. Verglichen mit dem Gesamtpreis einer Immobilie fällt ein Fußbodenbelag, zum Beispiel aus Laminat, kaum ins Gewicht. Wenn man nun noch bedenkt, dass durch diese geringfügige Investition ein deutlich höherer Verkaufspreis erzielt werden kann, ist das Verlegen eines solchen Bodenbelages nur noch eine logische Schlussfolgerung bei der Anwendung des Homestaging.

Homestaging und die Wandgestaltung

Was für den Boden und die Möbel gilt, trifft auch auf die Farben der Wände zu.
Vielfach kann man beobachten, dass die Wände einfach in weiß gestrichen werden. Diese Farbe wirkt zwar sehr hell, hilft aber in den seltensten Fällen dabei den Raum optisch auf zu werten.
Man sollte hier passend zum Bodenbelag und zu den gewählten Einrichtungsgegenständen einen Farbton wählen, der unaufdringlich aber dennoch passend und elegant wirkt.
Besonders angenehm werden Farben empfunden, die nur einen Hauch der eigentliche Farbe sind. Also anstelle von gelb nur ein zartes cremefarben.
Auch ein passendes Bild an der richtigen Stelle wirkt verkaufsfördernd.

Gestalten der Fenster beim Homestaging

Die Gestaltung der Fenster ist ebenfalls ein wichtiger Punkt beim Homestaging. Allerdings sollte man hier von Vorhängen oder Jalousien, wie man sie aus Büroräumen kennt, besser Abstand nehmen.

Als angenehm und neutral werden so genannte Panele empfunden. Diese haben meist eine Breite von 40 bis 50 Zentimetern und werden links und rechts vom jeweiligen Fenster befestigt. Der Vorteil bei der Verwendung dieser Panele im Rahmen des Homestaging ist, dass es diese in den unterschiedlichsten Farben und Mustern zu kaufen gibt. Auf diese Weise kann man das Erscheinungsbild eines Raum sehr stark beeinflussen.

Perfekt gereinigte Räume

Ganz wichtig beim Homestaging ist, dass die Räume perfekt gereinigt sind. Und damit ist wirklich perfekt gemeint. Staub auf dem Treppengeländer oder schlecht geputzte Fenster auf den unter Umständen noch Schmutz von den Bau- oder Malerarbeiten ist, kommen bei Sonnenschein buchstäblich ans Licht des Tages.

Auch wenn man sich als Kunde nicht wirklich daran stört, denn man kann ja putzen, werden solche Schmuddelecken unbewusst wahrgenommen und können vieles zunichte machen, was man im Rahmen des Homestaging bereits unternommen hat.

Auch Staub auf dem Ceranfeld in der Küche oder auf der Dunstabzugshaube sind zu vermeiden.

Ebenso sollte das Badezimmer glänzen und blinken.
Sollte sich der Verkaufsprozess über einen längeren Zeitraum hinziehen ist es zu empfehlen zwei Mal im Monat eine Putzfrau zu beauftragen.

Der richtige Geruch beim Homestaging

Wie bereits mehrfach erwähnt, sollen beim Homestaging alle Sinne und Emotionen angesprochen werden. Eine sehr wichtige Rolle spielt hier der individuelle Geruch einer Immobilie.
Wer schon mal ein neues Auto gekauft hat, erinnert sich mit Sicherheit noch daran wie dies gerochen hat. Es war nicht nur der Geruch nach neuem Kunststoff oder ähnlichem, sondern dieser Geruch war etwas ganz Besonderes. Dies verwundert auch nicht wenn man weiß, dass die Autoindustrie Geruchsdesigner beschäftigt. Diese Ingenieure befassen sich ausschließlich damit einem Auto den entsprechenden Geruch zu verleihen. Dieser ist zudem noch von Fabrikat zu Fabrikat verschieden. Ein Wagen der Oberklasse riecht anders als zum Beispiel ein VW-Golf.

Das Gleiche gilt für das Homestaging.

Ein angenehmer und nicht aufdringlicher Raumduft rundet das bis jetzt gezeichnete Bild ab. Allerdings gilt auch hier, dass weniger mehr ist.
Wer kurz vor einem Besichtigungstermin mit einem Spray durch die Räume geht, hat es übertrieben. Bevorzugt sollten leichte Düfte werden, also zum Beispiel kein schwerer Blumenduft. Ebenso sollte diese Düfte nur absolut dezent wahrnehmbar sein und nicht den Raum dominieren.

Homestaging nach den Regeln des Feng-Shui

In Asien ist die Lehre vom Feng-Shui ganz normaler Bestandteil des Alltags, während diese Art sein Lebensumfeld zu planen in Europa eher eine Randerscheinung ist. Dabei schwören inzwischen viele Menschen auf die Wirkungen des Feng-Shui.

Diesen Umstand kann man sich auch beim Homestaging zu nutze machen. Dies betrifft sowohl die gesamte Ausrichtung der Immobilie, als auch die Inneneinrichtung. Wenn man den Aussagen der Feng-Shui-Theorie glaubt, nimmt ein potentieller Käufer einer Immobilie die positiven Schwingungen wahr ohne dies direkt zu bemerken.

Da Feng-Shui eine Wissenschaft für sich ist, sollte man in diesem Fall einen Fachmann beauftragen, der die Räume im Rahmen des Homestaging entsprechend gestaltet.

Professionelle Homestaging-Berater

Wie man in diesem Artikel feststellen konnte, sind für ein professionelles Homestaging viele Aspekte von Wichtigkeit, die zudem noch alle aufeinander abgestimmt sein müssen. Hinzu kommt noch der Umstand, dass ein Objekt der Oberklasse, zum Beispiel eine Villa am Meer anders optimiert werden muss als ein Haus in einem Neubaugebiet.

Auch für Architekten und Ingenieure kann Homestaging eine große Hilfe sein. Zum Beispiel bei der Optimierung von Musterhäusern.

Um wirklich alles richtig zu machen kann es hilfreich sein, einen professionellen Homestaging-Berater zu beauftragen. Im deutschsprachigem Raum haben sich inzwischen viele Anbieter dieser Dienstleistung etabliert.
Aber Achtung!

Man muss hier die Spreu vom Weizen trennen, sonst kann es passieren, dass man viel Geld aus dem sprichwörtlichem Fenster wirft. Am einfachsten geht dies über nachprüfbare Referenzen.Abschließend kann man sagen, dass Homestaging ein wirklich gutes Mittel für die Optimierung eines Immobilienverkaufs ist. Wenn man noch berücksichtigt, dass sich auf diese Weise deutlich höhere Verkaufserlöse erzielen lassen, kann man die Ausgaben für ein professionelles Homestaging durchaus als lohnende Investition sehen.